@Thread: Ich bin nicht sonderlich offen Leuten gegenüber, wenn sie nicht gerade mit mir befreundet sind, insofern ist das bei völlig Fremden noch extremer. Daher ist es vielleicht etwas seltsam, aber... ich rede oft Leute an, die irgendeine offensichtliche Gefühlsregung zeigen, das geht soweit, dass ich mich oft beherrschen muss, denjenigen nicht anzuquatschen, der ein paar Reihen vor mir sitzt und deprimiert dreinschaut. Ich weiß nicht, ich fahre sehr viel Zug, jeden Tag ca. drei Stunden, da sehe ich sehr viele Leute, die für sich alleine sind (und daher ist es vielleicht so persönlich, jeder denkt irgendwie, er wäre anonym unter vielen, die ihr eigenes Ding machen... und wenn es so was Simples ist, wie von A nach B zu fahren)... keine Ahnung, wie ich es empfinden würde, wenn es mir schlecht ginge und jemand würde mich nett fragen, was los wäre. Es käme wohl auch darauf an, was das für eine Person wäre... Naja, langer Rede kurzer Sinn: Auch wenn das abgedroschen klingt, ich leide ziemlich mit, wenn andere ihr Leid nach außen hin zeigen (auch wenn es ungewollt ist), dass ich es nicht einfach so mitansehen kann, ohne die Person anzusprechen und nachzufragen... Ich sage gar nicht, dass das ideal ist und im Prinzip bin ich nicht der Samaritertyp (schon gar nicht äußerlich, da sind die meisten wohl eher abgeschreckt, wenn sie eine düstere Gestalt anspricht ), aber ich kann bei sowas nicht einfach zusehen...
Um mal wieder zum Thema zu kommen (Gesundheit sagen wird von mir trotzdem praktiziert, wenn auch nicht mit aller Konsequentheit):
Die Situation im Zug und damit meine Reaktion hängt sicherlich auch immer vom Umfeld ab. So wie beschrieben kann man sich auch erst mal nur zurückhalten und sich mit sich selbst beschäftigen (nein, nein, nicht was du gleich denkst, Azog ...:rolleyes Ich stelle mir vor, was ich gerne hätte, wenn ich derjenige wäre, welcher Kummer hat. Da will ich doch für mich sein, wer weint schon gerne in der Öffentlichkeit. Wenn mir dann jemand ein Taschentuch anbietet, dann bin ich in der Lage, darauf einzugehen und der Situation die Richtung zu geben, die mir passt. Umgekehrt wäre damit klar, dass es an Aditù's Stelle richtig war, Taschentücher anzubieten und abzuwarten, was für eine Reaktion darauf erfolgt. Entweder man kommt in's Gespräch oder man lässt es sein.
ZitatGepostet von Dalus Um mal wieder zum Thema zu kommen (Gesundheit sagen wird von mir trotzdem praktiziert, wenn auch nicht mit aller Konsequentheit):
Hmm schwer zu sagen war bis jetzt noch nicht in so einer Situation, aber was würde ich machen. Wahrscheinlich gar nichts, könnte noch nichtmal Taschentücher anbieten weil ich die Dinger aus prinzip zu hause liegen lasse.
ZitatGepostet von Venarin Wieso "reden bei der Arbeit"?! In den letzte 30 min dürftest Du dafür doch gar keine Zeit gehabt haben, wenn ich mir hier die Beiträge so angucke.
Ich kann, im Gegensatz zu manch anderen Zeitgenossen , viele Sachen gleichzeitig, ätsche-bätsche
Uiiiiihhh, das war aber jetzt noch "einen drauf" Erst Yavanna (na gut, das kann ich man gerade so verkraften ..., aber nun du, mein Burgfroilein ??? Nein, das überstehe ich nicht !! (theatralisch den Unterarm über die Stirn lege und mit einer leichten Halbdrehung umfalle)
Also, ich weiß auch nicht... aber wenn jemand öffentlich anfängt zu weinen würde ich mir schon denken, daß er vielleicht angesprochen werden möchte. Dennoch würde ich es vermutlich in so einer Situation nicht tun (ich trau mich leider nicht mal 20jährige Frauen anzusprechen wenn sie nicht weinen... ).
Und zum Niesen: Man muß nicht Gesundheit sagen, aber es ist schon komisch, wenn jemand niest und 20 Leute in der näheren Umgebung sagen NICHTS. Total bescheuert finde ich es, daß sich der Niesende entschuldigen soll. Etwa: Sorry, mir geht´s nicht so gut wie euch, tut mir Leid daß ich das so gezeigt habe... ?