Vermutlich wieder mal in einer grauenvollen Übersetzung.
Aber die Serie ist wirklich sehr gut gemacht und hält sich ziemlich dicht an die (exzellente!) Buchvorlage (und weicht nur ein oder zweimal in negativer Weise ab).
Wer gut Englisch kann, sollte auf jeden Fall die DVDs kaufen, aber auch ansonsten dürfte es die Serie wirklich wert sein.
Die zweite Staffel wird gerade in Island gedreht (wegen der Szenen nördlich der Mauer) und das sieht auch schon ziemlich cool aus.
Ich habe mal ins deutsche Hörbuch reingehört und war etwas irritiert, dass der Sprecher "Rha-e-gar" und "A-e-rys" sagt...
Ansonsten bin ich zwar auch immer jemand, die gerne auf Synchronisationen herumhackt, aber man sollte einmal bedenken, wie verdammt kniffelig eine Übersetzung sein kann, wenn sie in sich konsistent sein muss. Vergleiche darf man da einfach nicht anstellen, sondern muss das Paket für sich beurteilen. Wenn man die englischen Originale nicht kennen würde, würden einem die deutschen Entsprechungen ganz sicher nicht so seltsam vorkommen. Konsistenz ist alles und ich glaube einfach nicht, dass da bei SoIaF gepfuscht wurde. Meiner Erfahrung nach schaltet der Kopf automatisch so, dass das Englische als fremde Sprache irgendwie selbstverständlicher (/cooler) klingt. (Als konkretes Beispiel: Als ich WoW übersetzt habe, haben sich diverse Nerds bei mir beschwert, dass die deutsche Übersetzung so peinlich wäre. "Wütender Feuerlementar wird wütend" fanden sie beispielsweise doof, aber im Englischen war es auch nur "Enraged fire elemental enrages" und das wurde als vollkommen okay erachtet. )
Zur Serie: Ich fand sie extrem bildgewaltig und episch und war sehr davon angetan, dass sie so viele Originalsätze aus den Büchern übernommen haben. Verändert wurde auch nicht drastisch, kein Vergleich mit Herr der Ringe oder so. Die Schauspieler haben mir auch alle gut in ihren Rollen gefallen, nur Tyrion müsste ungefähr viermal hässlicher sein. Ich bin auf die zweite Staffel gespannt, aber wegen mir sollte George lieber fix das nächste Buch rausbringen.
And in the dead of a moonless night As your path turns into the black You become one with the darkness And in the dead of a moonless night Who knows if you are brothers Or if you will turn against each other
... dafür spielt der Schauspieler von Tyrion super und ich finde, den Emmy hat er wirklich verdient.
Ansonsten: klar sind Übersetzungen schwer, aber das gleich pauschal zu verteidigen finde ich ebenso unpassend, wie das pauschal zu verurteilen. Ich bin nur skeptisch, weil die Erfahrung lehrt, dass Skepsis bei solchen Dingen oftmals angebracht ist (und das bezieht sich oft eigentlich nicht auf die Übersetzung an sich sondern die Qualität der Synchronisation). Gerade bei Song of Ice and Fire müssen auch die Untertöne wirklich sitzen und ich denke, das ist eines der wirklich schwersten Projekte, an die man sich heran wagen kann.
The Big Bang Theory auf Deutsch (um mal ein Beispiel am unteren Ende der Skala zu nehmen) ist meinem Ermessen nach der pure Horror und bügelt gnadenlos jede Form von Humor, Betonung, Kontext oder Subtilität aus.
Naja, wenn ich sagen würde, dass alle Lehrer scheiße sind, würdest du sicher auch aufhorchen. Ich habe halt nur oft genug festgestellt, dass Leute, die es gewohnt sind, Sachen im Original zu schauen, dazu neigen, deutsche Übersetzungen allgemein für minderwertiger zu halten. Synchronisationen sind dann wieder was ganz anderes, da gibt es schon einige schreckliche Dinge, auch wenn vieles erfahrungsgemäß eine Sache der Gewohnheit sein mag, man gibt sich oft nicht die Mühe, sowas distanzierter zu betrachten. (TBBT finde ich beispielsweise lange nicht so schlimm, auch wenn ich mit den Stimmen an sich nicht anfreunden kann.)
And in the dead of a moonless night As your path turns into the black You become one with the darkness And in the dead of a moonless night Who knows if you are brothers Or if you will turn against each other
Aber du eröffnest damit, dass du auch gerne auf Synchronisationen herum hackst?
Ich finde, dass das gar nicht so sehr mit den Synchronisationen an sich sondern mit dem "Original" zu tun hat, weil da einfach Bild und Ton besser zusammen passen und viel mehr darauf geachtet wurde, dass alles zusammen passt (Betonung, Worte, Gesten... etc). Daher sind ja auch deutsche Originale besser als Übersetzungen davon.
Bei Computerspielen macht es oft keinen Unterschied ob Deutsch oder Englisch, wenn der meiste Inhalt nur Texte sind oder wenn ein paar steife Zwischensequenzen einfach nur neu vertont werden. Da ist eine gute Synchro kaum vom Original zu unterscheiden. Da sind bei Filmen oder Serien die Unterschiede schon viel größer.
Bei TBBT habe ich nur mal eine Folge auf Deutsch gesehen, aber da war von Sheldons Mutter wirklich nicht viel übrig geblieben. Vielleicht bin ich da also von einem besonders schlechten Beispiel voreingenommen. Aber ich finde auch die anderen Schauspieler (unabhängig von den Stimmen) haben das Timing vom Original einfach nicht wirklich hin bekommen. Natürlich alle bis auf Lennard, denn der Schauspieler bekommt die auch im Original am schlechtesten von den fünf + Nebencharaktere hin.
Egal, Game of Thrones ist wirklich eine tolle Sache und die Serie setzt das Buch schon ganz fein um.
Ich habe aber auch impliziert, dass ich das selbst nicht besonders gut finde. Synchronisation und Übersetzungen gehen zwar Hand in Hand, aber wie die Sprecher das dann umsetzen, ist wieder was ganz anderes, da muss der vorliegende Text nicht mal schlecht sein, wenn sie dafür die Praktis dransetzen. (Ein sehr gruseliges Beispiel dafür ist die deutsche Synchro von Star Wars: The old Republic, da stellt es einem stellenweise echt die Haare auf.)
Sheldons Mutter ist aber auch ein Fall für sich, mit ihrer, äh, dezent rassistischen texanischen Art, das lässt sich auch gar nicht adäquat rüberbringen, fürchte ich. Das Gleiche passiert auch oft bei asiatischen Filmen, wobei da die Synchronisationen inzwischen schon viel, viel besser sind als früher. Da gab es diesen einen Standardsprecher mit der hohen Stimme, bei dem einfach alles lächerlich klang, und ich glaube auch, dass die Lippensynchronisation inzwischen deutlich besser geworden ist.
Naja, ich nehme mal meine -Herde wieder mit, die bösen OTler.
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Bei den Büchern bin ich jetzt bei "Die Königin der Drachen" (letzte Hälfte von "A Storm of Swords") angekommen.
Da passiert ja so einiges ... Könige fallen auf Hochzeiten oder von Brücken ... die Nachtwache gerät in arge Bedrängnis ... von dem mir symphatischsten Haus bleiben nur Trümmer (:grrdev ... bisher das Buch, das mir am besten gefällt.
Gibt es hier noch einen an den Büchern lesenden, der noch nicht im 3. Band ist? Denn halte ich mich bei meinen Freuden mit potentiellen Spoilern zurück.
@ : Das kommt glaube ich nicht überraschend. Wobei es jetzt ein paar Szenen gab, bei denen mir sogar Jaime Lannister und Sandor Clegane durchaus sympathisch waren. Die Motivation von Petyr Baelish ist mir nur immern och nicht ganz klar.
Also Jaime war/ist (man weiß es nicht, ich mag ja nicht spoilern) einer meiner Lieblingscharaktere geworden. George Martin zeichnet ja auch keine schwarz-weißen Charaktere, sogar bei Cersei ertappt man sich manchmal, wie man ihr Erfolg wünscht, und genauso hat auch Clegane, der ja nicht mal seine eigenen Kapitel hat, Facetten, die ihn nicht als den Ultra-Unsympath dastehen lassen. Ich glaube, die Einzigen, die man echt problemlos abgrundtief hassen kann, sind der alte Frey und der Mountain.
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Ha! Nach einem ungefähr 10 Stunden dauernden Gespräch (fünf gestern, fünf heute) habe ich mit einem Bekannten einen riesigen Haufen Dinge rausbekommen. Die Theorien sind einfach zu gut, um nicht wahr zu sein.
Ich denke, dass wir den Hintergrund von Tyrion Lannister, Danaeris Stormborn, John Snow (wer war noch mal seine Mutter) und Lyanna Stark (warum sie sterben musste) geknackt haben. Dazu kommt, dass die Rolle der Maester deutlich klarer ist, dass wir raus bekommen haben, was Eddard Stark wirklich mit den Mormonts zu tun hatte, warum der alte Mormont John seine Waffe gegeben hat. Wir wissen, warum Jamie Lannister zum Kingslayer geworden ist (die Story, die er erzählt hat, ist wohl ziemlicher Blödsinn) und warum Tywin Tyrion so hasst. Und warum Shea eigentlich da war, wo sie zuletzt (Band fünf) gesehen wurde. Dazu kommt, dass die Rolle von Old Nan und Osha klar geworden ist und welche Rolle Hodor wohl spielen mag. Und was die Alten Götter und die Sieben sind, dürfte auch kein Rätsel mehr sein.
Ebenso denke ich, dass mir nun klar ist, wer oder was die "Drachen" sind und dass ein sehr wichtig aussehender Charakter wohl eher recht bald tot sein wird.
Das eigentliche Problem, um was es wirklich geht, ist aber noch immer unklar und die blöden Priester (die echten, nicht die falschen) machen noch immer keinen Sinn. Varys ist jedenfalls noch deutlich fieser, als er erscheint.
Oh Mann, was für eine extrem geile, vielschichtige Erzählung!
Sandor Clegane ist ein armer Hund, ebenso wie viele andere Charaktere. Sogar Theon kann ich nicht mehr nur verdammen... die einzigen, die ich wirklich übel und böse finde, sind Tywin, Gregor Clegane, Ramsey Bolton (yuck!), Joeffry und Haus Frey (da dann auch alle) (es gab noch ein paar mehr, aber die meisten davon sind Nebencharaktere und ohnehin tot).
ZitatGepostet von Chedala ... die einzigen, die ich wirklich übel und böse finde, sind Tywin, Gregor Clegane, Ramsey Bolton (yuck!), Joeffry und ...
Die Liste würde ich genauso unterschreiben.
Die Frey ... *grübel* ... von der einen großen Minuspunkt Szene mal abgesehen, sind die mir nicht so aufgefallen um alle 100 (oder so ) Familienmitglieder in eine Reihe mit den zuvor genanten zu stellen.
Thema Götter, ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig blicke.
Es gibt einmal die "Alten Götter", die im Norden verehrt werden, vom haus Stark, den kleineren Häusern des Nordens und auch den Wildlingen (?).
Denn gibt es die "Neuen / sieben Götter (von Westeros). Das wären Vater, Mutter, Jungfrau, Schmied, Alte Frau, Krieger und Fremder. Verehrt von dem überwigenden Teil der Bevölkerung in Westeros.
Weder zu den einen noch zu den anderen Gruppe gehören jedoch 'Der ertrunkene Gott' und 'R`hllor', oder?